Mintau und ihr Geheimnis

Mintau und ihr Geheimnis

 

Vor vielen Jahren wurde im Land der Elfen eine Ratsversammlung abgehalten. Alle Bewohner des Landes Mirlinger nahmen daran teil.

Das Land lag genau an der Grenze zum Troll-Land, deshalb wurden auch Abgesandte von dem Volk der Trolle eingeladen. Denn beide Völker lebten seit Generationen in Frieden und Harmonie miteinander.

So kamen die Trolle Timba und Julina angereist. Beide würden für ein Jahr die Abgesandten zwischen den Völkern sein. Denn es werden jedes Jahr zwei Neue Abgesandte gewählt, so hatte jeder Troll die Möglichkeit sich in dieser ehrenvollen Aufgabe zu beweisen.

Timba war der lustige von den Beiden und Julina sah frech und keck aus mit ihrer Brille. Sie wurden herzlich begrüßt und setzten sich an den runden Tisch zu den anderen.

Sie erzählten dem Volk der Elfen was sich im Laufe des letzten Jahres im Land der Trolle ereignet hatte.

 In der jährlichen Ratsversammlung wurden alle Belange der beiden Völker besprochen und gemeinsam für das Wohl der Bewohner Entscheidungen getroffen.

Für Mintau war es stets ein Höhepunkt an der Versammlung teilzunehmen. Sie war aufgeregt und voller Anspannung.

Mal sehen, was es dieses Jahr Neues zu berichten gab, dachte sie.

Sie durfte neben ihrem Vater in der ersten Reihe sitzen. Stolz, in ihrem schönsten Kleid, dass in verschiedenen grün Tönen schimmerte, beobachtete sie das Geschehen.

Ihre Flügel waren in sanftem gelb und grau mit verschiedenen Verzierungen.

Mit ihren kurzen roten Haare sah sie jugendlich und fast kindlich aus.

Mintau lebte mit ihrem Vater alleine, denn Ihre Mutter war schon eine Weile auf eine andere Ebene des Seins gewechselt.

Die Beiden hatten ein inniges Verhältnis zueinander.

Das Volk der Elfen glaubte, dass die Seelen irgendwo im Universum weiterleben würden.

Jedes Leben würde nur eine Reise bedeuten. Nach dem Tod würde eine neue Reise beginnen, irgendwo im Universum in einer anderen Welt.

Mintau war erst drei Jahre alt, als ihre Mutter starb. Sie hatte kaum Erinnerungen an sie. Sie wuchs behütet bei ihrem Vater auf. Ihre Kindheit war unbeschwert und er las ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Sie war sein Ein und Alles.

Er war sehr stolz auf seine geliebte Tochter.

Alle Bewohner des Dorfes mochten Mintau. Sie nannten sie liebevoll, Tochter der Dorfgemeinschaft. Denn alle waren nach dem Tod der Mutter für sie da.

Nachmittags nach der Schule spielte sie gerne mit den anderen Elfenkinder ihres Dorfes.

Mintau hatte ein liebenswertes und fröhliches Wesen und war stets freundlich zu allen die ihr begegneten.

Sie hatte lange dunkelrote Haare und ihre Flügel waren Silber und grün. Voller stolz saß sie neben ihrem Vater, den sie innig liebte.

Der Ratsvorsteher erhob sich und richtete das Wort an die Anwesenden. „Ich begrüße das Volk der Mirlinger und die Abgesandten vom Volk der Trolle, Timba und Julina zu der diesjährigen Hauptversammlung.

Wieder ist ein Jahr vergangen und zu aller Freude in Frieden und Harmonie, dafür möchte ich mich bei allen von Herzen bedanken. Jeder von Euch hatte seinen Teil dazu beigetragen.“

Humano, der Ratsvorsteher verbeugte sich vor dem Volk. Eine tiefe und ergreifende Verbeugung, die alle Anwesenden berührte.

Es war kein Laut zu hören, Jeder bedankte sich im stillen für den Frieden und die Liebe die alle miteinander verband und immer verbinden würde.

Die beiden Völker waren schon sehr lange in tiefer Freundschaft miteinander verbunden.

In diesen stillen Moment platzte ein Zwerg mit lautem Knall beim Aufschlagen der Tür, in die Versammlung.

Alle zuckten erschrocken zusammen und schauten den Eindringling mit weit aufgerissenen Augen an.

 Der Zwerg blieb abrupt stehen und traute sich nicht mehr weiter. Einen Augenblick hörte man kein Geräusch, man sah nur die Unsicherheit in den Augen der Anwesenden.

Der Zwerg, der den Namen Kali trug fing sich als erster und stotterte die Worte: „ Äh, Oh, Entschuldigung. Oje, habe ich euch erschreckt? Das wollte ich nicht, bitte verzeiht mir. Ich, ich hab mich so beeilt um zu euch zu kommen, da habe ich das Anklopfen vergessen. Aber es ist so Außerordentlich wichtig! Alles ist aus!

 

Wir wissen nicht mehr weiter und bitten euch um Hilfe.“